§1: Die Realliferegel

Vor allem zur Sommerzeit, wenn den Medien mal wieder besonders langweilig ist, geraten Computerspiele in den Fokus der Öffentlichkeit. Immer wieder müssen wir uns dann Vorwürfe gefallen lassen wie "Onlinerollenspieler sind süchtig!", "...haben den Bezug zur Realität verloren."...etc. bis hin zu Vorwürfen die sich auf Erfurt und Winnenden beziehen. Auch wenn die Vorwürfe von unserer Medienlandschaft aufgebauscht werden um die freie Sendezeit irgendwie zu füllen, völlig aus der Luft gegriffen sind sie nicht.

Onlinerollenspiele erzeugen in der Tat ein gewisses Suchtverhalten, gerade wegen der sozialen Komponente stärker als andere Computerspiele. Auch innerhalb der Bewahrer kann man dies stellenweise beobachten. Allerdings möchten wir nicht das eines unserer Mitglieder wegen falsch verstandenem sozialen Pflichtgefühl genötigt ist mit uns zu spielen obwohl er im wahren Leben wichtigeres oder besseres zu tun hätte!

Wer also im Reallife noch irgendwas zu erledigen hat, auch wenn es nur darum geht mit den Kumpels ein Bier (oder zwanzig) zu vernichten, hat nicht nur das Recht alle Ingame-"Verpflichtungen" saussen zu lassen sondern darf sich auch noch dazu aufgefordert fühlen!

Allerdings sollte man Verabredungen die man Ingame getroffen hat (z.B. im Raidplaner) dementsprechend planen dass sie sich nicht mit dem Reallife überschneiden oder diese absagen falls sie nicht wahr genommen werden können. Im Raidplaner steht auch für jene die sich nicht sicher sind ob sie zum gegebenen Zeitpunkt anwesend sind die Option zur Verfügung sich auf die "Warteliste" zu setzen. Macht gebrauch davon falls ihr nicht wisst ob es auch wirklich klappt, denn nichts zerrt mehr an den Nerven als im Schlachtzug auf einen Mitspieler zu warten der trotzdem nicht kommt.